Anaplasmose beim Hund - eine „neue“ Gefahr durch Zeckenbisse

24.08.2012

In den letzten Jahren diagnostizieren wir immer häufiger bei Hunden und auch Pferden eine Infektion mit Anaplasma phagocytophilum. Diese Bakterien werden durch unsere heimischen Zecken der Gattung Ixodes übertragen.

Die Krankheit unterscheidet sich im Erscheinungsbild kaum von der schon länger bekannten Lyme-Borreliose, die auch beim Menschen immer wieder in Erscheinung tritt.

Anaplasmose verursacht bei infizierten Hunden Apathie, Leistungsminderung, Fieberschübe und Erkrankungen des Bewegungsapparates (Rheumaschübe).

Die Krankheitsanzeichen bei Anaplasmose treten meist schon direkt 1 – 2 Wochen nach der Infektion auf (bei Borreliose erst nach einigen Wochen). Daher haben wir eine saisonale Häufung der Erkrankung in den Sommermonaten (April – September) parallel zum Aufkommen der Zecken.

Bei gleichzeitiger Injektion mit Borrelien kommt es zu einer stärkeren Reaktion des Körpers auf eine Infektion mit Anaplasmen.

Da beide Erreger intrazellulär leben, sind Behandlungen schwierig. Die Bakterien, die frei im Blut vorkommen, werden durch Antibiotika bekämpft. Bakterien in den Zelle können nicht bekämpft werden.
Daher kommt es bei beiden Erkrankungen immer wieder zu Rückschlägen.

Während es bei Borreliose für den Hund eine Impfung gibt, ist dies bei Anaplasmose nicht möglich.

Daher kommt für uns nur ein sinnvoller Schutz gegen den Befall mit Zecken infrage.

Weitere Info unter:

Bekämpfung von durch Vektoren übertragenen Krankheiten bei Hunden und Katzen

http://de.wikipedia.org/wiki/Canine_Anaplasmose

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